Wie holt Europa in der künstlichen Intelligenz auf?

Europa gestaltet mit einem 'CERN für KI' und einem 100-Milliarden-Euro-Budget die KI-Forschung neu

Wie holt Europa in der künstlichen Intelligenz auf?
Kann Europa noch aufholen was KI angeht? Bild von Ideogram.Ai von Roger Basler de Roca

TLDR: Europa erlebt derzeit eine leise Revolution in der Künstlichen Intelligenz, die darauf abzielt, nicht nur mit den globalen Hauptakteuren wie dem Silicon Valley und Shenzhen mitzuhalten, sondern auch die Spielregeln basierend auf tief verankerten europäischen Werten neu zu definieren. Mit dem Plan eines "CERN für KI" und einem Budget von 100 Milliarden Euro strebt Europa danach, die Zukunft der KI-Forschung zu prägen. Zusätzlich sollen "KI-Fabriken" und ein europäisches KI-Büro die Infrastruktur stärken und regulative Massnahmen einführen, um ethische und effiziente KI-Systeme zu fördern, die globale Herausforderungen aus neuen Blickwinkeln angehen können.

In unseren Laboren und Rechenzentren herrscht eine Atmosphäre des Aufbruchs. Während die Welt auf die KI-Giganten im Silicon Valley und in Shenzhen fixiert ist, bildet sich in Europa eine stille Revolution. Viele Akteure in der Europäischen Union, oft als digitale Spätzünder belächelt, entwickeln ehrgeizige Pläne, um im Rennen um die künstliche Intelligenz nicht nur mitzuhalten, sondern die Spielregeln zu überarbeiten.

Das "CERN für KI" - eine Vision von 100 Milliarden Euro: Im Zentrum dieser Bewegung steht ein Projekt von beeindruckenden Dimensionen: Unser "CERN für KI", benannt nach dem berühmten Forschungszentrum für Teilchenphysik. Mit einem geplanten Budget von 100 Milliarden Euro zielt es darauf ab, die Zukunft unserer europäischen KI-Forschung zu formen.

Stellen wir uns vor: pulsierenden Knotenpunkt, an dem die klügsten Köpfe unseres Kontinents zusammenarbeiten, um Algorithmen zu entwickeln, die unser Leben verändern könnten. Hier steht jedoch im Gegensatz zu den Tech-Riesen jenseits des Atlantiks nicht der schnelle Gewinn im Vordergrund, sondern ein Ansatz, der tief in unseren europäischen Werten verwurzelt ist.

Die Bemühungen sind nicht neu, bereits 2018 wurde ein geschlosseneres Vorgehen gefordert. Passiert ist bisher wenig. Das soll sich nun ändern.

Europäisches KI-Bündnis: 600 Experten fordern größere Anstrengungen
Das Forschungsbündnis CLAIRE will verhindern, dass Europa Talente an die USA und China verliert und bei der Entwicklung Künstlicher Intelligenz zurückfällt.

KI-Fabriken: Eine Antwort auf Silicon Valley

Während das "CERN für KI" noch Zukunftsmusik ist, nehmen andere unserer Initiativen bereits konkrete Gestalt an. Unsere "KI-Fabriken" sind mehr als nur Rechenzentren - sie sind Brutkästen für Innovationen, in denen Start-ups und etablierte Unternehmen Seite an Seite an den Technologien von morgen arbeiten.

Die KI-Fabriken sind offene Ökosysteme, die sich um öffentliche europäische Supercomputer gruppieren und wichtige materielle und personelle Ressourcen zusammenbringen, die für die Entwicklung generativer KI-Modelle und -Anwendungen benötigt werden.

Sie sollen die Infrastruktur für KI-Hochleistungsrechendienste bereitstellen und innovativen europäischen Start-up-Unternehmen im Bereich KI die Hochleistungsrechenkapazität der Union weiter zur Verfügung stellen, damit sie ihre Modelle trainieren können

Das KI-Büro wird als zentrale Einrichtung für die Regelsetzung, Unterstützung bei der Implementierung des KI-Gesetzes und Koordination der KI-Initiativen in der EU sein . Es soll die Umsetzung und Durchsetzung des KI-Gesetzes überwachen und die KI-Politik auf europäischer Ebene koordinieren.

Das KI-Büro wird auch das Sekretariat des KI-Ausschusses und die administrative Unterstützung für das von Interessenvertretern geleitete Beratungsforum und das wissenschaftliche Expertengremium übernehmen.

Die KI-Fabriken und KI-Büros werden eng zusammenarbeiten, um die Ziele der EU-Initiativen zu erreichen. Das KI-Büro wird die KI-Fabriken unterstützen, indem es die Umsetzung des KI-Gesetzes überwacht und die KI-Politik auf europäischer Ebene koordiniert.

Die KI-Fabriken werden wiederum die Infrastruktur für KI-Hochleistungsrechendienste bereitstellen und innovativen europäischen Start-up-Unternehmen im Bereich KI die Hochleistungsrechenkapazität der Union weiter zur Verfügung stellen .

Die KI-Fabriken und KI-Büros sollen mehr und mehr eine wichtige Rolle in den neuen EU-Initiativen zur Förderung von künstlicher Intelligenz spielen. Sie sollen die Infrastruktur für KI-Hochleistungsrechendienste bereitstellen, die Umsetzung des KI-Gesetzes überwachen und die KI-Politik auf europäischer Ebene koordinieren.

In diesen KI Werkstätten pulsiert das Herz unserer europäischen KI-Revolution. Hier entstehen Algorithmen, die nicht nur effizient, sondern auch ethisch sind - ein Markenzeichen, das uns von unseren Konkurrenten abheben könnte.

Die Europäische Union plant aussderdem verschiedene wetere Projekte, um die KI-Forschung zu fördern. Einige dieser Projekte sind:

  • KI-Innovationspaket: Ein Paket von Massnahmen, um europäische Start-ups und KMU bei der Entwicklung von KI-Lösungen zu unterstützen.
  • Europäisches KI-Büro: Ein Büro, das als zentrale Anlaufstelle für KI-Forschung und -Entwicklung in der EU dienen soll.
  • DeployAI: Ein Projekt, das auf die Entwicklung von KI-Plattformen für den öffentlichen Sektor abzielt.
  • Horizont Europa: Ein Programm, das Forschung und Innovation in der EU fördert, einschliesslich KI-Forschung.
  • Fördermittel für innovative KI-Technologien: Die EU stellt Fördermittel für Projekte bereit, die innovative KI-Technologien entwickeln.

Diese Projekte zielen darauf ab, die KI-Forschung in der EU zu stärken und die Entwicklung von KI-Lösungen zu fördern, die den Werten und Regeln der EU entsprechen.

Der schmale Grat zwischen Innovation und Regulierung

Doch unser Weg zur KI-Supermacht ist gepflastert mit Herausforderungen. Unser kürzlich verabschiedetes KI-Gesetz ist ein Balanceakt zwischen Innovation und Kontrolle. Es soll einerseits die Entwicklung von KI-Technologien fördern, andererseits aber auch klare Grenzen ziehen, wo die Rechte unserer Bürger bedroht sein könnten.

Kritiker:Innen sehen darin eine Innovationsbremse, Befürworter hingegen den Schlüssel zu einer verantwortungsvollen KI-Entwicklung. Die Wahrheit liegt, wie so oft, irgendwo dazwischen.

Um diesen Spagat zu meistern, wurde im Februar 2024 das Europäische Amt für künstliche Intelligenz ins Leben gerufen. Es soll als Kompetenzzentrum dienen, Forschung koordinieren und gleichzeitig die Einhaltung ethischer Standards überwachen.

Eine gigantische Aufgabe, bei der es nicht nur um Bits und Bytes geht, sondern um die Frage, wie wir als Gesellschaft mit den Chancen und Risiken dieser bahnbrechenden Technologie umgehen wollen.

Der Aufholwettlauf: Können wir die Lücke schliessen?

Trotz all unserer Ambitionen: Unser Rückstand ist beträchtlich. Während in den USA und China Milliarden in KI-Forschung und -Entwicklung fliessen, hinken wir hinterher. Doch unser Markt wächst rasant: Prognosen gehen von einem jährlichen Wachstum von 28,66% aus, mit einem erwarteten Marktvolumen von 196,30 Milliarden Euro bis 2030.

Unsere vermeintliche Schwäche - unsere Fragmentierung - könnte sich als unsere grösste Stärke erweisen. Die Vielfalt an Kulturen, Sprachen und Perspektiven birgt ein enormes kreatives Potenzial. KI-Systeme, die in unserem diversen Umfeld entwickelt werden, könnten globale Herausforderungen aus einem ganz neuen Blickwinkel angehen.

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Ein Blick in die Zukunft: Unsere KI-Vision 2030

Die kommenden Jahre werden entscheidend sein. Werden wir es schaffen, unsere ambitionierten Pläne in die Tat umzusetzen? Die Weichen sind gestellt: Mit Programmen wie "Horizont Europa" und dem "KI-Innovationspaket" sollen unsere Start-ups und etablierten Unternehmen gleichermassen gefördert werden.

Unsere Trumpfkarte könnte unser Fokus auf ethische KI sein. In einer Welt, in der das Vertrauen in Technologieunternehmen schwindet, könnte unser "European Way" der KI-Entwicklung zum globalen Standard werden.

Ein Weckruf für den "alten Kontinent"?

Die KI-Revolution ist mehr als ein technologischer Wettlauf - sie ist ein Wettstreit der Ideen und Werte. Wir in Europa, mit unserer reichen Geschichte und unserem Erbe der Aufklärung, haben die Chance, diesen Wettbewerb massgeblich mitzugestalten.

Unser Weg wird nicht einfach sein. Er erfordert Mut, Kreativität und vor allem die Bereitschaft, über nationale Grenzen hinweg zusammenzuarbeiten. Doch wenn wir es schaffen, unsere Kräfte zu bündeln und unsere Visionen in die Tat umzusetzen, könnten wir nicht nur aufholen, sondern die Zukunft der künstlichen Intelligenz entscheidend prägen.

Die Uhr tickt. Die nächsten Jahre werden zeigen, ob wir bereit sind, im digitalen Zeitalter eine Führungsrolle zu übernehmen. Eine Chance, die wir ergreifen müssen - für eine KI, die nicht nur intelligent, sondern auch nachhaltig ist.


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Disclaimer: dieser Artikel wurde nach meiner Recherchen mit KI (Perplexity und Gemini) selbst geschrieben, mit Deepl Write verbessert und Mistral zusammen gefasst und vereinfacht. Das Bild stammt von Ideogram und ist selbst erstellt. Dieser Artikel ist rein edukativ und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Bitte melde dich, wenn Du Ungenauigkeiten feststellst, danke.


Quellen:

[...] https://www.iwd.de/artikel/ki-regulierung-der-teufel-steckt-im-detail-608755/

[...] https://digital-strategy.ec.europa.eu/de/policies/european-approach-artificial-intelligence

[...] https://table.media/research/news/eu-wissenschaftsberater-befuerworten-forderung-nach-einem-cern-fuer-ki/

[...] https://digital-strategy.ec.europa.eu/de/news/new-horizon-europe-funding-boosts-european-research-data-computing-and-ai-technologies

[...] https://digital-strategy.ec.europa.eu/de/policies/european-approach-artificial-intelligence

[...] https://www.euractiv.de/section/innovation/news/eu-kommission-plant-fabriken-fuer-kuenstliche-intelligenz/

[...] https://digital-strategy.ec.europa.eu/de/policies/european-approach-artificial-intelligence

[...] https://www.kooperation-international.de/aktuelles/nachrichten/detail/info/rat-der-europaeischen-union-initiativen-zu-forschung-und-innovation

[...] https://www.euractiv.de/section/innovation/news/eu-kommission-bereitet-einrichtung-von-ki-buero-vor/

[...] https://www.heise.de/news/Europaeisches-KI-Buendnis-600-Experten-fordern-groessere-Anstrengungen-4080585.html

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